Ein Club mit Geschichte

Der Club wurde im Jahr 1896 als Radfahrclub der k.k. Staats - und Hofbeamten zu Wien gegründet und 1898 zum Radfahr- und Tennisclub umbenannt. Nach dem Ende der Monarchie wurde er zum Sportverein der Staatsbeamten, bis er 1938 seinen heutigen Namen erhielt.

Zu den Ehrenmitgliedern zählten damals:

  • Fürst Rudolf von und zu Liechtenstein (Obersthofmeister Kaiser Franz Josef I.) 
  • Fürst Alfred von Montenuovo (1. Oberhofmeister Erzherzog Ottos)

Berühmte Mitglieder: 

  • Dr. Julius Wagner-Jauregg (Nobelpreisträger 1927) 
  • Guido Jakoncig (Bundesminister für Handel und Verkehr)

Im Präsidium und Vorstand wirkten unter anderem: 

  • Hermann von Suttner
  • Prof. Dr. Julius von Wagner-Jauregg

Das Clubhaus im Jugendstil wurde von Joseph Maria Olbrich, einem früheren Mitarbeiter Otto Wagners und Gründungsmitglied der Wiener Secession, nahezu zeitgleich mit der Secession im Jahr 1898 erbaut und stellt den einzigen Profanbau Olbrichs aus seiner kurzen Wiener Schaffensperiode dar. Die Baukosten hielten sich mit 10.000 Gulden im veranschlagten Rahmen und wurden zur Gänze von den damaligen Mitgliedern aufgebracht.

Am Clubhaus selbst mußte bis heute dank des funktionalen Grundkonzeptes nichts Wesentliches verändert werden, es steht unter Denkmalschutz. Die Räumlichkeiten waren schon damals mit sanitären Anlagen ausgestattet und verfügten über genügend Platz für geselliges Beisammensein.

An Stelle der jetzigen Tennisplätze befand sich damals eine ellipsenförmige Übungsbahn für die Radfahrer. Hinter dem Clubhaus gab es eine überdeckte Fahrbahn und einen Aufbewahrungsplatz für Fahrräder.